|
Aktivkohle
Einsatzgebiete:
Aktivkohle wird als Adsorptionsmittel zur Entfernung unerwünschter
Farb-, Geschmacks- und Geruchsstoffe aus Gasen, Dämpfen
und Flüssigkeiten eingesetzt. Ein großer Vorteil
von Aktivkohlen besteht in ihrer thermischen Reaktivierbarkeit.
Mit Aktivkohle werden zum Beispiel entfernt:
Chlor, Ozon und andere geschmacks- und geruchsstörenden
Stoffe sowie Bakterien aus Wasser, Süßungsmitteln,
Glyzerin und chemischen Flüssigkeiten, farbgebende Stoffe
und Störstoffe aus flüssigen Strömen in der
chemischen- oder Nahrungsmittelindustrie, aus der Luft (Filter
bei Gasmasken, Belüftungsanlagen von Panzern und Schutzräumen,
Abluft bei Produktionsanlagen), Uranhexafluorid aus der Luft
in der Kerntechnik (Brennstoffherstellung), Benzindämpfe
aus der Abluft von Tankanlagen, Chlorkohlenwasserstoffe aus
Abluft und Abgasen z. B. bei chemischen Reinigungen, Gärungsnebenprodukte
wie Fuselöle und Ester aus Bier.
In der Abwasserreinigung werden Aktivkohlen verwendet, um
adsorbierbare, gelöste Abwasserinhaltstoffe aus dem Wasser
zu entfernen. Diese Methode kann auch zur Reinigung von Teilströmen
in der Industrie eingesetzt werden, wobei das Ziel verfolgt
werden kann, Reststoffe zurückzugewinnen.
Eine weitere bedeutende Anwendung für Aktivkohle liegt
in den Kabinenluftfiltern für die Automobilindustrie.
Seit Mitte der 1990er Jahre wird diese Filterklasse in Klimaanlagen
eingesetzt.
In den Abluftstrecken von Kernkraftwerken werden Aktivkohlefilter
als Verzögerungsstrecken für kurzlebige radioaktive
Edelgase verwendet.
Die Wasseraufbereitung bedient sich ebenfalls der Adsorption
an Aktivkohle zur Reinigung von Rohwasser.
Durch ihre hohe Adsorptionsfähigkeit lässt sich
Aktivkohle auch in Sorptionspumpen zur Erzeugung von Vakua
verwenden.
|